Kosten einer Rechtschutzversicherung
Die Kosten einer Rechtsschutzversicherung bestehen wie bei jeder Versicherung aus einer bestimmten Prämie, die natürlich von Anbieter zu Anbieter und auch je nach gewähltem Tarif und Leistungsumfang variiert. Trotzdem gibt es einige Faktoren, die die Kosten einer Rechtsschutzversicherung mitbestimmen und zum Teil sogar erheblich beeinflussen können. Diese Faktoren werden nun etwas detaillierter vorgestellt, damit man weiß, worauf man achten sollte, wenn man eine möglichst günstige Rechtsschutzversicherung abschließen möchte und trotzdem ein bestimmtes Leistungsportfolio benötigt.
Die Selbstbeteiligung ist ein entscheidender Aspekt der Kostenhöhe
Beim Abschluss einer Rechtsschutz-Versicherung hat man die Wahl, ob man diese mit oder ohne Selbstbeteiligung abschließen möchte. Gängige Selbstbeteiligungen liegen hierbei im Bereich zwischen 100 und 250 Euro, wobei man auf Wunsch natürlich auch bis zu 500 Euro wählen kann. Die Wahl einer Selbstbeteiligung hat einen nicht zu unterschätzenden Einfluss auf die Höhe der zu zahlenden Prämie, denn 250 Euro jährliche Selbstbeteiligung können die Prämie durchaus um satte 60-70 Euro pro Jahr senken. Wenn man bedenkt, dass man mit sehr hoher Wahrscheinlichkeit jedoch nicht jedes Jahr in Rechtsstreitigkeiten gerät, kann sich unter dem Strich hieraus eine Ersparnis ergeben, die sich durchaus lohnt.
Die gewählte Versicherungssumme hat ebenfalls Einfluss auf die Kosten
Da man bei Rechtsstreitigkeiten nie genau weiß, wie lange sich diese hinziehen und mit welchen Kosten dabei insgesamt zu rechnen ist, sollte man die Versicherungssumme beim Abschluss einer Rechtsschutzversicherung nicht zu niedrig ansetzen. Nur sehr wenige Rechtsschutzversicherungen bieten Deckungssummen unterhalb von 100.000 Euro an, wohingegen durchaus auch Summen bis zu 500.000 Euro möglich sind. Die Deckungssumme selbst ist dabei natürlich ein Faktor, der auch die Prämienhöhe mitbestimmt, jedoch kann man im Regelfall davon ausgehen, dass dieser Effekt bedeutend geringer ausfällt, als bei der Selbstbeteiligung.
Auch der Leistungsumfang bestimmt die Kosten einer Rechtsschutzversicherung
Ein weiterer und dazu noch sehr wichtiger Faktor für die Prämienhöhe ist selbstverständlich der Leistungsumfang, den man auswählt. Sollen beispielsweise alle wichtigen Bereiche abgedeckt werden, ist dies natürlich teurer, als wenn man nur einen bestimmten Teilaspekt versichern möchte. Auch Familienrechtsschutzversicherungen bringen eine höhere Prämie mit sich, als die Absicherung für einen Single. In diesem Bereich hat der Versicherte vor allem die Möglichkeit, durch bestimmte Leistungsausschlüsse die Prämie merklich zu senken. Das Optimum hat man erreicht, wenn man wirklich nur Risiken absichern, die einen auch tatsächlich betreffen können.