Privatrechtsschutz
Der Privatrechtsschutz ist die Absicherung für juristische Auseinandersetzungen im normalen Alltag. Dabei belegt dieser Bereich der Rechtsschutzversicherung alle Versicherungsfälle, die nicht einem der Spezialbereiche zugeordnet werden können. Nicht selten wird der Begriff Privatrechtsschutz auch einfach ganz allgemein für die Rechtsschutzversicherung gebraucht und dient lediglich der Abgrenzung zum betrieblichen Rechtsschutz. Da es neben Streitfällen im Straßenverkehr und Differenzen zwischen Mieter und Vermieter jedoch auch noch andere potenzielle Konfliktfelder gibt, wird der Privatrechtsschutz nun etwas intensiver beleuchtet.
Privatrechtsschutz umfasst sehr viele Rechtsgebiete
Während andere Bereiche der Rechtsschutzversicherung relativ einfach auf ein Gebiet zugeschnitten werden können, bietet der Privatrechtsschutz Versicherungsschutz in allen Bereichen, die nicht den anderen Bereichen angehören. Nachfolgend wird eine Liste mit den wichtigsten Bereichen des Privatrechtsschutzes vorgestellt:
- Arbeits-Rechtsschutz
- Beratungs-Rechtsschutz im Familien- und Erbrecht
- Disziplinar- und Standes- Rechtsschutz
- Ordnungswidrigkeiten-Rechtsschutz
- Schadenersatz-Rechtsschutz
- Sozialgerichts-Rechtsschutz
- Steuer-Rechtsschutz
- Straf-Rechtsschutz
- Vertrags-Rechtsschutz
- Verwaltungs-Rechtsschutz
Hierbei ist zu betonen, dass der Arbeits-Rechtsschutz in einigen Fällen auch separiert betrachtet wird, da er einen sehr großes Teilgebiet des Privatrechtsschutzes darstellt. Im Arbeits-Rechtsschutz werden nämlich alle Streitfälle zwischen Arbeitnehmer und Arbeitgeber reguliert, sofern sie vom Leistungsumfang gedeckt sind.
Leistungen beim Privatrechtsschutz sehr unterschiedlich
Da der Privatrechtsschutz ein recht großer Bereich ist, kommt es hierbei logischerweise zu den größten Leistungsunterschieden zwischen den einzelnen Versicherern. Man sollte vor einem Versicherungsabschluss also unbedingt einen Leistungsvergleich anstellen, um einen umfassenden Rechtsschutz zu erhalten. Ein wichtiges Thema ist dabei der Familienrechtsschutz, denn es kann schnell zu Streitigkeiten innerhalb einer Ehe oder der Familie kommen, auch wenn man dies oft nicht für möglich hält. Mit einer guten Leistungsausstattung in diesem Bereich übernimmt die Rechtsschutzversicherung den Großteil der Kosten und man kann sich selbst ganz auf die Beilegung des Streits konzentrieren.
Leistungsausschlüsse können die Prämie senken
In einigen Fällen bieten die Rechtsschutzversicherungen die Möglichkeit, auch im Privatrechtsschutz einige Leistungsausschlüsse zu vereinbaren, mit denen die Prämie entsprechend senken kann. Wer sich also ziemlich sicher ist, dass er in einem Leistungsbereich nicht in gerichtliche Konflikte geraten wird, der kann diesen ausschließen und damit unter dem Strich Geld sparen. Man sollte hierbei jedoch vorsichtig sein, weil es am Ende immer ärgerlich ist, wenn man gerade bei ausgeschlossenen Bereichen doch einmal die Leistungen der Rechtsschutzversicherung brauchen könnte.